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Erasmus in Tenerifa

Meer und Felsformation

Studieren zwischen Vulkanen, Meer und spanischer Lebensfreude

Ich hei?e Helene und studiere Soziale Arbeit an der ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ. Mein Erasmus-Semester auf Teneriffa war gepr?gt von beeindruckenden Bergformationen, traumhaften Str?nden, tropischer Vegetation und vielen Begegnungen mit warmherzigen Menschen. R¨¹ckblickend kann ich allen ein Auslandssemester auf Teneriffa ans Herz legen, die Lust auf ein spanischsprachiges ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ, das Kennenlernen der kanarischen Kultur und beeindruckende Naturkulissen haben.

 

Person im wald

BASA-Studentin Helene Holz erkundete u. a. den Teide-Nationalpark auf Teneriffa

Planung und Organisation 

Schon lange hatte ich den Wunsch, mein Erasmus im spanischsprachigen Raum zu absolvieren. Die Wahl fiel schlie?lich auf Teneriffa ¨C auch weil die Insel das ganze Jahr ¨¹ber mit einem milden Klima lockt. W?hrend auf dem Festland die Sommermonate sehr hei? werden k?nnen, sorgt auf Teneriffa selbst im August eine frische Meeresbrise f¨¹r angenehme Abk¨¹hlung. F¨¹r die Bewerbung ist eine fr¨¹hzeitige Planung wichtig; ein B2-Niveau in Spanisch geh?rt zu den Voraussetzungen. Au?erdem lohnt es sich, die Semesterzeiten im Blick zu behalten. In Spanien beginnt das Wintersemester bereits Ende September und das Sommersemester schon Ende Januar ¨C in Deutschland ¨¹berschneiden sich diese Termine oft mit der Pr¨¹fungsphase. Der Vorteil: Die Pr¨¹fungen enden schon im Mai und er?ffnen anschlie?end einen langen, freien Sommer.

 

Anreise und Wohnen

Die Anreise war unkompliziert. Direktfl¨¹ge vom Flughafen Leipzig/Halle nach Teneriffa gibt es regelm??ig und mit etwas Gl¨¹ck auch sehr g¨¹nstig. Wer mehr Zeit hat, kann ¨¹berlegen, per F?hre anzureisen, was deutlich umweltfreundlicher ist. Bei der Wohnungssuche hatte ich gro?es Gl¨¹ck. ?ber Eva, ebenfalls Studentin der Sozialen Arbeit aus Merseburg, die bereits seit dem Wintersemester auf Teneriffa war, fand ich eine Zwei-ZimmerWG, nur zehn Minuten vom Campus entfernt. Meine spanische Mitbewohnerin war ein echter Gl¨¹cksfall ¨C wir verstanden uns menschlich hervorragend, und ich fand es toll, auch zu Hause spanisch sprechen zu k?nnen. Doch auch ohne pers?nliche ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØe l?sst sich eine Unterkunft organisieren.

 

 

Viele Erasmus-Studierende nutzen Internetplattformen oder WhatsApp-Gruppen, manche starten in einem Hostel und suchen vor Ort weiter. Die Mietpreise liegen meist zwischen 300 und 400 Euro pro Monat.
 

Studieren an der Universidad de La Laguna (ULL) 

Die Fakult?t der Sozialen Arbeit befindet sich auf dem Campus Guajara, einem gr¨¹nen Gel?nde mit Palmen, Cafeterias und einer Bibliothek mit Blick auf das Anaga-Gebirge. Die Lehrveranstaltungen haben meine Erwartungen sogar ¨¹bertroffen. Besonders spannend war das Modul Migration ¨C ein Thema, das auf Teneriffa eine gro?e Rolle spielt, da die Insel auf der westlichen Fluchtroute liegt. Daneben belegte ich Kurse zu Geschlechtergerechtigkeit, Psychologie und einen Zusatzkurs zu emotionaler Bildung. Die Dozierenden und spanischen Kommiliton*innen waren uns ErasmusStudierenden gegen¨¹ber sehr offen und unterst¨¹tzend, insbesondere wenn wir etwas sprachlich nicht sofort verstanden haben, auch bei Pr¨¹fungsleistungen. Ein echtes Highlight war zudem das breite Sportangebot der Universit?t: Von Yoga ¨¹ber Basketball bis hin zu Salsa oder dem traditionellen kanarischen Ringkampf Lucha Canaria gibt es fast alle erdenklichen Sportarten. F¨¹r mich war das eine gute M?glichkeit, neue Leute kennenzulernen.

 

Freizeit, Natur und Reisen

Teneriffa ist ein Outdoor-Paradies. Wer gerne wandert oder klettert, wird sich hier wohlf¨¹hlen: Im Norden kann der Anaga-Nationalpark erkundet werden. Im Zentrum der Insel erhebt sich der Teide, Spaniens h?chster Berg, dessen Vulkanlandschaft an den Mars erinnert. Zudem lockt nat¨¹rlich die K¨¹ste: Str?nde mit wei?em oder schwarzem Lavasand bieten zahlreiche Spots zum Baden, Surfen, Schnorcheln und Tauchen. Ein Strandtag geht ja sowieso immer. Besonders praktisch: Studierende der ULL k?nnen die Busse auf der ganzen Insel kostenlos nutzen. Au?erdem lassen sich nach einer Registrierung auf Teneriffa (geht mit einem 6-monatigen Mietvertrag) F?hrtickets zu den Nachbarinseln stark verg¨¹nstigt erwerben. So hatte ich das Gl¨¹ck, auch die westlichen kanarischen Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma zu bereisen.

wolkenverhangener Himmel

 

Sprache und Kultur 

Sprachlich war das Semester eine Herausforderung, da die Kurse und Pr¨¹fungen komplett auf Spanisch waren. Zwar habe ich durch den ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ mit anderen Erasmus-Studierenden auch viel Deutsch oder Englisch gesprochen, aber durch meine Mitbewohnerin und bewusste Bem¨¹hungen im Alltag hat sich mein Spanisch deutlich verbessert. Die kanarische Bev?lkerung ist au?erdem bekannt f¨¹r ihre freundliche, offene Kultur. Traditionelle Feiern und Stra?enfeste wie Karneval oder Romerias geh?ren genauso dazu wie politische Bewegungen, eine lebendige queere Szene und alternative Partys. Manchmal muss danach ein bisschen gesucht werden, aber es gibt sie! F¨¹r mich war es spannend, die Vielfalt dieser Inselgesellschaft zu erleben und gleichzeitig meine Sprachf?higkeiten im Alltag zu vertiefen. 
 

Mein Fazit 

Teneriffa ist ein zweischneidiges Schwert: Wenn ich auf mein ErasmusSemester zur¨¹ckschaue, ¨¹berwiegen die positiven Eindr¨¹cke. Ich habe fachlich neue Perspektiven gewonnen und dazugelernt, meine Sprachkenntnisse erweitert und die Insel als Outdoor-Paradies lieben gelernt. Es war eine pr?gende Erfahrung, die ich nicht missen m?chte und allen empfehlen kann, die Lust auf eine einzigartige Mischung aus ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ, Natur und Kultur haben. Gleichzeitig gibt es losgel?st vom ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ aber auch kritische Aspekte: Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit steht die Insel vor gro?en Herausforderungen. Die hohe Zahl an Flugverbindungen, der Massentourismus im S¨¹den sowie steigende Mieten und knapper Wohnraum belasten die Umwelt und die lokale Bev?lkerung sp¨¹rbar. Trotz dieser negativen Aspekte habe ich viele wertvolle Erfahrungen auf Teneriffa gesammelt, bin tollen Menschen begegnet und hatte viele Lernmomente. Insofern zeigt ein Auslandssemester nicht nur neue Perspektiven auf, sondern sch?rft auch den Blick f¨¹r globale Zusammenh?nge und das eigene Handeln. F¨¹r mich war Teneriffa nicht nur ein Studienort, sondern ein Ort des Wachsens, Lernens und Staunens. Und genau das w¨¹nsche ich allen, die ihr eigenes Erasmus-Abenteuer wagen.

 

Auch Lust auf ein ÑÇ‘_ÌåÓýapp¹ÙÍø_ÑDz©ÊÓÑ¶ÕæÈË£¤ÊÖ»ú°æÏÂÔØ im Ausland an einer unserer Partneruniversit?ten bekommen? Dann hilft Ihnen unser International Office / Language Centre bei der Organisation des Aufenthaltes und allen weiteren Fragen rund ums Auslandsstudium gerne weiter.

international.office@hs-merseburg.de

Text und Fotos: Helene Holz

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